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gitarre spielen inspiration

18 Wege, die dich inspirieren wieder Gitarre zu spielen

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Keine Lust.

Keine Kraft.

Keine Motivation.

Die Gitarre verstaubt.

Inspiration und Feuer sind weg. Weder üben noch spielen macht dich an.

Ich denke, jeder von uns hatte bereits diese Momente.

In diesem Artikel habe ich für dich Ideen am Start, die dich motivieren, wieder Gitarre zu spielen.

Sehe diese Inspirationen nicht als Arschtritt. Eigentlich sollte niemand einen Arschtritt benötigen, um Gitarre zu üben oder zu spielen. Das würde heissen, dass du aus den falschen Gründen Gitarre lernst.

Hier kommen jetzt einige Ideen damit du wieder aus dem Gitarrenloch herauskommst.

1) Finde neue Bands in deinem Lieblingsgenre

Alles, was du spielst, basiert auf was du bis jetzt gehört hast.

Alles, was du aktiv und passiv an Musik hörst, hat Einfluss auf was du spielst.

Auf wie du spielst und wie du die Musik als Konzept siehst.

Wenn ich zum Beispiel neue Bands entdecke, dann fühle ich mich wie ein kleines Kind.

Ich liebe zum Beispiel Progressive-Rock. Vor kurzem habe ich eine moderne Band entdeckt, die Oldschool Prog-Rock spielt: Wobbler.

Und ja, mein Herz ist da wieder völlig aufgegangen. Bereits diese Entdeckung hat mich automatisch noch mehr inspiriert Gitarre zu spielen.

Das Musikhören ist der Königsweg, um inspiriert zu bleiben und zu werden.

2) Finde Bands aus einem Genre, das du sonst nicht hörst

Verlasse deine Musik Bubble.

Wenn du normalerweise auf Rock stehst, dann suche zum Beispiel Bands, die Funk spielen.

Das kannst du ganz einfach über Google machen. Du suchst dann einfach nach den besten Funk Alben oder nach den bekanntesten Funk Bands.

Und schon steht eine ganz neue Klangwelt vor dir.

3) Schaue dir Live Mitschnitte deiner Lieblingsbands an

Wenn ich gitarrenmüde bin, dann hilft es mir fast immer, ein Konzert anzuschauen. Danach bin ich ziemlich schnell wieder Feuer und Flamme.

Natürlich brauchst du keine DVD-Sammlung, wie ich, dafür. Auf Youtube findest du fast alles.

4) Gehe an Konzerte

Geh an Live-Konzerte. Nicht auf YouTube, sondern wirklich live, in Fleisch und Blut.

Und ganz wichtig: Schalte dabei dein Handy aus. Mach keine Videos. Erlebe es analog. Sonst kannst du genauso gut zu Hause bleiben und YouTube-Videos gucken.

Mit Live-Konzerten meine ich nicht unbedingt die Weltstars. Die kommen ja nicht jeden Tag. Es reicht schon, wenn du eine lokale Coverband schauen gehst. Ich meine, was gibt es geileres als Livemusik?

5) Kauf dir richtig gute Kopfhörer

Kauf dir richtig geile Kopfhörer. Ja, du hast richtig gehört. Kopfhörer.

Es mag blöd klingen, ist es aber nicht. Wenn sich ein beträchtlicher Anteil deines Lebens um die Musik dreht und du sehr viel Musik hörst, wieso solltest du dich mit unsäglichen Ohrenstöpsel begnügen?

Das sind einfach «Krachmacher», gönn dir doch einfach die bestmöglichen Kopfhörer, die du mit deinem Budget stemmen kannst und du wirst ein total anderes Musikerlebnis haben.

Du schläfst ja schliesslich auch nicht auf einer Betonmatratze. Also, spare nicht bei den Kopfhörern. Wenn du jedes Instrument so richtig gut heraushören kannst, inspiriert es dich doch auch, Musik zu machen.

Ich benutze seit Jahren den Marshall Major III Kopfhörer *.

6) Konzentriere dich auf den Rhythmus

Anstatt dich auf Akkorde zu fixieren, konzentriere dich auf den Rhythmus.

Akkorde und Harmonie scheinen überall das Wichtigste zu sein. Und ja, sie sind sehr wichtig.

Aber auch Rhythmus ist es. Also, schnapp dir einfach einen Song und versuch den Rhythmus mitzuklatschen. Du kannst den Rhythmus auch auf deinen Oberschenkeln «mitdrummen».

Oder nimm deine Gitarre und spiel einfach den Rhythmus nach. Dämpfe dabei alle Seiten ab und spiel einfach perkussiv.

Wenn da der Fuss nicht mitwippt und deine Motivation nicht steigt, dann weiss ich auch nicht.

7) Konzentriere dich auf die Melodie

Der nächste Tipp ist ähnlich, wie der vorherige.

Anstatt dich auf Akkorde zu konzentrieren, konzentriere dich auf die Melodie.

Lerne wunderschöne Melodien von deinen Vorbildern. Nimm sie auseinander, analysiere sie, versuche zu verstehen, wieso sie so gut klingen.

Versuche sie nachzuspielen und mach daraus eigene wunderschöne Melodien.

8) Mach einen Spaziergang

Geh an die frische Luft und überleg dir, wieso du eigentlich Gitarre spielst.

Nach draussen in die Natur zu gehen und dabei nachzudenken, wieso du überhaupt etwas tust, ist für mich eines der besten Wege um wieder mit dir selbst im Einklang zu sein.

Spielst du Gitarre weil du es einfach liebst?

Wenn nicht, wieso?

Was sind deine musikalischen Ziele?

Wenn deine Motivation nicht von innen kommt, kann es langfristig ein Problem werden.

Du kannst dir 30 Leute anschaffen, die dir Arschschritte verpassen, aber es wird nur kurzfristig etwas nützen.

Die innere Motivation ist die einzige, die dich langfristig zum Ziel bringt.

Frag dich auch, was du spielen möchtest und nicht, was andere dir sagen, es wäre ideal zu üben und spielen, weil du sonst niemals deinen inneren Musiker finden wirst.

«Viele Musiklehrer finden nie heraus, was ihre Schüler zu sagen haben.Sie sagen ihnen nur, was sie sagen sollen. » – Victor Wooten

Dieses Muster müssen wir durchbrechen. Du musst selbst herausfinden, was du mit der Gitarre ausdrücken möchtest. Niemand kann es dir sagen.

Also los, raus in die Natur und denk drüber nach.

9) Fokussiere dich auf Gehörbildung

Konzentriere dich auf deine Ohr-Finger-Gitarre Verbindung.

Suche deine innere musikalische Stimme.

Du erreichst das durch Gehörtraining.

10) Lerne eine dir unbekannte Melodie nach Gehör

Lerne eine Melodie oder einen Riff von einer Band, die du nicht kennst.

Jede Band hat eine andere und eigene Sicht auf die Musik. Und wenn du dich sozusagen in den Kopf von jemandem begibst, den du noch nie analysiert oder gespielt hast, dann werden deinem Hirn neue Musikmuster erzeugt Zugeführt.

11) Höre einen Basslauf heraus

Wir bleiben beim Heraushören: Höre eine Basslinie heraus.

Wenn du nicht Bass spielst, ist das ein super Weg um deine Ohren zu expandieren.

Beginne mit langsamen und relativ einfachen Basslinien.

12) Lerne eine Melodie nach Gehör von einem ganz anderm Instrument

Treiben wir das Ganze noch auf die Spitze: Lerne eine Melodie nach Gehör von einem ganz anderen Instrument.

Wie zum Beispiel das Klavier oder die Trompete oder das Keyboard.

Oder wie wäre es mit dem Gesang?

Das wird dein Musikhorizont immens erweitern.

13) Improvisiere über einen geilen Backing Track

Finde einen richtig geilen Backing Track und improvisiere damit.

14) Lies eine Biografie

Die letzte Biografie Autobiografie, die mich wirklich inspiriert hat, nicht nur zu musizieren, sondern allgemein auch im Leben, ist die von Bruce Dickinson, dem Sänger von Iron Maiden: What Does This Button Do? *

Es war wirklich augenöffnend, wie viele Dinge dieser Mensch neben der Musikkarriere noch macht oder gemacht hat.

Es kann unglaublich inspirierend sein, über das Leben von anderen zu lesen.

Ich staunte auch nicht schlecht, als ich las, dass Bruce sogar ein Fechter war. Ich habe selbst gefochten.

Heute hat praktisch jede Band, jeder Künstler irgendeine Autobiografie am Start. Das scheint so Standard zu sein. Die Auswahl ist also recht gross.

15) Finde Leute, die deine Leidenschaft teilen

Heute irgendwie nicht mehr so selbstverständlich: Finde Menschen, die deine Leidenschaft zur Musik teilen.

Ich weiss es ist nicht einfach, Leute zu finden, mit denen du spielen kannst und mit denen du auf derselben Wellenlänge bist.

Es reicht eigentlich auch schon, wenn du mit jemandem über Musik reden kannst. Wenn ich mit jemandem über meine Leidenschaft spreche, dann bin ich nach dem Gespräch immer so richtig hyped.

16) Kein neues Equipment anschaffen

Viele angehende Gitarristen wissen mehr über Effektgeräte als übers Gitarrespielen.

Verspreche dir darum selbst, dass du dein Gitarren-Equipment auf keinen Fall ergänzst.

Heute gibt es diese ganz schlimme Krankheit namens GAS (Gear Acquisition Syndrome). Die Sucht nach neuem Equipment.

Und verstehe mich nicht falsch. Neues Equipment macht durchaus Sinn, wenn nötig.

Aber wenn du nur noch auf Plugins, Effekte und Gitarren fixiert bist, dann hast du den Fokus einfach falsch gesetzt.

Ist doch Schnuppe, ob der Gitarrenhals aus Ahorn, Esche oder Tanne ist. Schau lieber, wie du deine Musikalität auf der Gitarre entfesseln kannst.

Du denkst wohl nicht ernsthaft, dass der Grund, warum dein Gitarrenspiel nicht besser wird, am falschen Equipment liegt, oder?

Oder?

Konzentriere dich auf das Spielen, denn das ist doch dein Ziel. Ein neues Effektgerät bringt dir nur kurzfristig Freude.

17) Lerne die Basics eines anderen Instruments

Ich habe mir vor einigen Jahren mal einen Bass gekauft, einen Fleabass.

Ich bin jetzt kein super Bassist in der Zwischenzeit geworden, aber es hat meine Sicht auf die Musik geändert.

Meine Sichtweise ist einfach ganheitlicher geworden. Und das hat mir so einen richtig starken Schub gegeben, um dran zu bleiben.

Es ist einfach mega inspirierend, wenn du die Zusammenhänge langsam verstehst.

18) Mach einfach mal eine Pause

Zum Schluss der banalste Tipp:

Mach einfach mal eine Pause.

Lass die Gitarre eine Woche, zwei Wochen, auch mal drei Wochen in der Ecke stehen.

Wenn du wirklich so mental erschöpft bist, dann ist das die Notbremse. Es ist nicht das Ende der Welt, wenn du mal über längere Zeit nicht spielst oder übst.

Manchmal braucht man Abstand. Wenn du etwas zu viel tust, dann hast du irgendwann keine Lust mehr.

Die Inspiration geht flöten. Passiert mir ständig.

Und irgendwann nach der Pause kitzelt es mich wieder in den Fingern.

Und siehe da, ich gehe das Gitarrespielen mit neuem Schwung an.


Und du? Hast du weitere Tipps? Dann immer her damit. Schreib sie mir in die Kommentare.

Dein Gitarrenjunkie

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