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3 Dinge, die du von War Pigs lernen kannst

  • von

8 Minuten.

Von Langeweile keine Spur.

Zeitlose Riffs.

Einzigartiger Gesang.

Das ist War Pigs von Black Sabbath.

Ich habe mir 3 Dinge aus diesem Song rausgepickt, die wir Gitarristen und Musiker daraus lernen können.

Legen wir los!

1) Taktartwechsel

Der Song ist fast 100% im Viervierteltakt.

1, 2, 3, 4. 1, 2, 3, 4.

Was den Song noch interessanter macht, ist das Intro.

Im Intro klingt es rhythmisch anders. Der Song begrüsst uns mit einem Sechsviertel Takt. Hör mal rein und hör mal, wie ich das zähle.


Was lernen wir daraus? Rhythmuswechsel im Song sind einfach ein Gamechanger.

Taktartwechsel in den Songs geben eine gewisse Unvorhersehbarkeit. Und ich denke, hier bei War Pigs passt das super. Es passt auch zu Black Sabbath, die eigentlich Doom-Metal spielen. Auch wenn es Blues-lastiger Doom-Metal ist.

Und Doom-Metal ist ja schwerfällig. Und genau so klingt auch das Intro.

2) Ozzys Gesang

Der ist einfach vom Blues geprägt. Man mag es vielleicht auf dem ersten Blick nicht gerade merken, aber das ist purer Blues, was er hier singt Ich habe dazu einige Beispiele.

Hier das erste.


Was passiert hier genau? Ozzy singt praktisch eine Dur Tonleiter.

Der gesamte Song kann in E Mixolydisch, aber auch E-Moll Betrachtet werden. Er hat keine eindeutige Tonart.

Aber Ozzy singt hier eine E-Dur Tonleiter. Man hört das, weil er die grosse Terz ansingt. Und die Blueser unter uns wissen ja, dass die grosse Terz in einem Blues gut funktioniert.


Ozzy singt auch im Call-and-Response-Konzept, was ja auch aus dem Blues entspringt.

Merkst du? Black Sabbath mag zwar der Ursprung des Metals gewesen sein, aber ihre Wurzeln sind eindeutig im Blues zu finden. Hör dir mal die Antwort von Ozzy an.


Geschulten Ohren mag jetzt aufgefallen sein dass diese Gesangsmelodie nicht mehr nach Dur klingt.

Wenn das so ist, Glückwunsch!

Dieses Mal benutzt Ozzy die kleine Terz. Er singt also nicht mehr wie vorhin beim Call in E-Dur, sondern in E-Moll.


Wie cool ist das denn?

Noch mehr Blues gefällig? Ozzy hat noch mehr für dich. Hör mal hier rein.


Ozzy macht hier mit seiner Stimme einfach ein Bending. Von der grossen Terz zur kleinen Terz.

Er war einfach die geborene Blues-Gitarre.

3) Singbare Solos

Wenn du jetzt dachtest, dass wir Tony Iommi einfach mal links liegen lassen, nein, natürlich nicht.

Tony Iommi war eingeschränkt. Er verlor ja seine Fingerkuppen bei einem Arbeitsunfall. Was ihn aber nicht daran hinderte, zeitlose Musik zu erschaffen.

Und als Beispiel haben wir hier das Outro-Solo, das einfach die Definition von «singbar» ist.


Tony zaubert diese Melodie aus der E-Moll Tonleiter.

Es handelt sich nicht um reine Pentatonik, weil die grosse Sekunde auch gespielt wird.

Und, Überraschung, wir sind immer noch im Blues.

Call-and-Response-Konzept, Baby!

Wie du siehst, zeitlose Musik braucht keine technischen Fertigkeiten vom Mars.


Kanntest du bereits diese Dinge aus War Pigs? Oder kennst du vielleicht andere? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

Und wenn dich angewandte Musiktheorie interessiert, so dass du sie in deinem eigenen Spiel umsetzen kannst, dann schau doch mal beim Gitarrenjunkie Musiktheorie Workshop vorbei.

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